VORWORT
ZUM VIERTEN BAND

Vier Jahre nach Abschluß des vorausgehenden Bandes kann der vierte Band des RDK vorgelegt werden. Damit hat sich der zeitliche Abstand in der Erscheinungsfolge, der zwischen Band 2 und 3 sechs Jahre betrug, beträchtlich verringert. Redaktion und Verlag sind bestrebt, die künftigen Lieferungsfristen nach Möglichkeit noch weiterhin zu verkürzen, doch wird es stets oberstes Gesetz bleiben müssen, der Sorgfalt der Textbearbeitung – auch um den Preis einer gelegentlichen Terminverzögerung – den Vorrang zu geben.

Der vierte Band ist ganz im Bereich des Zentralinstituts für Kunstgeschichte entstanden, in dem die Redaktion seit 1951 beheimatet ist. Im Bewußtsein der Verantwortung, die ihm mit dem Auftrag Otto Schmitts, das Werk fortzuführen, zufiel, hat das Institut es sich zur Aufgabe gemacht, seine Einrichtungen weitgehend in den Dienst des Unternehmens zu stellen. So konnte der Arbeitsapparat des Lexikons durch Bereitstellung der benötigten Studienmaterialien auf systematischer Grundlage wesentlich ausgebaut werden.

Die Redaktion lag wie bisher in den bewährten Händen von Dr. Hans Martin Frhr. von Erffa. Ihm stand Dr. Karl-August Wirth zur Seite, dessen unentbehrliche Mitarbeit aus Mitteln ermöglicht wurde, die dankenswerterweise von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung gestellt wurden. Ihnen beiden, ferner allen Autoren und nicht zuletzt dem immer rat- und hilfsbereiten Verleger, Herrn Dr. Alfred Druckenmüller, schulden die Herausgeber besonderen Dank.

Während der letzten Vorbereitungen für die Drucklegung dieses Bandes ist uns Ernst Gall durch den Tod entrissen worden. Er starb nach längerer Krankheit am 5. August 1958. Wir werden zu Eingang des nächsten Bandes die Ehrenpflicht erfüllen, der Verdienste zu gedenken, die dieser außerordentliche Gelehrte sich mit der Betreuung des Reallexikons erworben hat.

LUDWIG H. HEYDENREICH